Konzeptentwurf zur Lehrerfortbildung


1. Leitgedanken

Steter gesellschaftlicher Wandel und daraus resultierende veränderte Anforderungen haben auch Auswirkungen auf die Arbeit in der Schule und erfordern adäquate Antworten und Maßnahmen. Die Schulen selbst befinden sich derzeit in einem Entwicklungs- und Veränderungsprozess hin zur sogenannten Eigenverantwortlichen Schule.
Zu den erweiterten Spielräumen einer Eigenverantwortlichen Schule gehört auch die Möglichkeit einer systematischen, auf die Bedürfnisse der Schule zugeschnittenen Fortbildungsplanung, die dazu führen kann und soll, den veränderten fachlichen Anforderungen und Herausforderungen durch eine angemessene Sach- und Fachkompetenz zu entsprechen.
Eine gezielte und beständig geplante Fortbildung trägt dazu bei, die Leistungsfähigkeit der Schule zu verbessern und den vielfältigen Ansprüchen anzupassen.

2. Konzept

Fortbildungsbedarfe ergeben sich sowohl aus dem Schulprogramm der Schule als auch aus den Anforderungen der jeweiligen Fächer und Fachbereiche. Darüber hinaus gibt es individuelle Fortbildungsinteressen der Lehrkräfte sowie auch gemeinsame Interessen von Teilen des Kollegiums oder des gesamten Kollegiums.

3. Schritte der Fortbildungsplanung

3.1. Ermittlung des Fortbildungsbedarfs in Dienstbesprechungen, Fach- und Gesamtkonferenzen. Ansprechpartner und Koordinator in dieser Frage ist die oder der Fortbildungsbeauftragte. Zur Vereinbarung über durchzuführende Maßnahmen gehören Absprachen über Ziele, Inhalte (Themen), finanzielle Mittel, Referenten, Termine, Ort.

3.2. Konkrete Planung einzelner Angebote
Hierzu gehört ggf. das Einholen verschiedener Angebote (besonders bei größeren Projekten) sowie zu führende Vorgespräche mit den jeweiligen Anbietern. Anschließend sind der GK Vorschläge hinsichtlich der Auswahl beim Vorhandensein mehrerer gleichwertig erscheinender Angebote zu unterbreiten.

3.3. Durchführung der Veranstaltung
Dabei sollten ggf. zum Abschluss der Maßnahme eine Evaluation hinsichtlich der Qualität und des Erfolges durchgeführt werden.

3.4. Rückmeldung an die Gremien
Nach der Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen, an denen einzelne Mitglieder oder Teile des Kollegiums teilgenommen haben, ist in Dienstbesprechungen, Gesamtkonferenzen oder Fachkonferenzen zu berichten.

3.5. Umsetzung in die Praxis
Die Anwendung neuer Erkenntnisse ist in der Praxis zu erproben. Die Fortbildungsplanung ist nach einem festzusetzenden Zeitraum auf Wirksamkeit und Notwendigkeit zu überprüfen und damit bei Bedarf fortlaufend zu bearbeiten.

3.6. Materialen aus Fortbildungsveranstaltungen sind im Fachordner unter den jeweiligen Fächern aufzubewahren und abzuheften. Material, das keinem Fach direkt zugeordnet werden kann (z. B. Pädagogik allgemein) sind in einem Fortbildungsordner zu archivieren und können dort (Lehrerzimmer) eingesehen werden.

3.7. Die Organisation der regelmäßig durchzuführenden Fortbildung zur Ersten Hilfe liegt in den Händen von Schulleitung und Sicherheitsberater. Eine SchiLF-Maßnahme muss nicht zwingend das gesamte Kollegium betreffen und bedarf immer der vorherigen Absprache.

3.8. Budgetierung
Insbesondere zur Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen sind den Eigenverantwortlichen Schulen vom Land erhöhte Mittel zur Verfügung gestellt worden. Dieses Geld soll vorrangig für Fortbildungsmaßnahmen i. S. der Entwicklung des Schulprogramms und fachlich orientierter Angebote verwendet werden. Fortbildungen, die nach persönlichen Präferenzen geplant werden, sind zunächst selbst zu finanzieren. Sonderurlaub wird gewährt, wenn dienstliche Belange nicht entgegenstehen.
Sollte am Ende des Abrechnungsjahres noch Geld in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen, ist die Möglichkeit einer nachträglichen Kostenerstattung zu prüfen. Hieran ist die Personalvertretung der Schule zu beteiligen.