Förderkonzept 

                                    


Fördern ist Grundprinzip pädagogischen Handelns, Ausgangspunkt und Kernaufgabe von Unterricht und Erziehung in der Schule (Grundsatzerlass).

Unter einem sonderpädagogischen Förderbedarf allgemein sind individuelle Förderbedürfnisse i. S. erzieherischer und unterrichtlicher Erfordernisse zu verstehen, denen durch eine spezielle Unterstützung oder zielgerichtete Intervention entsprochen werden sollte. Dabei setzt die sonderpädagogische Förderung vorrangig an den jeweiligen Stärken, Voraussetzungen und Bedingungen an und bezieht Erfahrungen, Interessen und Neigungen der Schüler ebenso ein wie Belastbarkeit, Lernvermögen, Lerntempo sowie Motivation.
Auf der Grundlage der individuellen Begabungen, Beeinträchtigungen und Benachteiligungen und ihrer Auswirkungen sowie vorhandener Erkenntnisse förderdiagnostisch erhobener Daten ist für jeden Schüler und jede Schülerin eine schriftliche Dokumentation der individuellen Lernentwicklung anzulegen. Diese bildet die jeweilige Ausgangslage für das „individuelle Förderkonzept“ der Schüler und Schülerinnen.

Wesentliche Bestandteile des Förderkonzeptes sind Maßnahmen der inneren und äußeren Differenzierung. Aufgrund der äußerst heterogenen Lernvoraussetzungen und der jeweiligen individuellen Gegebenheiten sind Maßnahmen der inneren Differenzierung unerlässlich und von besonderer Bedeutung. Sie erfordern einen angemessenen Einsatz verschiedener Lernformen und -methoden.

Als Formen der äußeren Differenzierung kommen grundsätzlich in Frage:
>>>    Fachleistungskurse (Klasse 10)
>>>    Wahlpflichtangebote
>>>    Arbeitsgemeinschaften
>>>    Förderunterricht

Die Dokumentation enthält Aussagen
>>>    zur Lernausgangslage
>>>    zum Lern- und Leistungsstand zu bestimmten Zeitpunkten
>>>    zu den im Planungszeitraum angestrebten Zielen
>>>    zur Maßnahme, mit deren Hilfe das jeweilige Ziel erreicht werden soll

Die Lehrkräfte der Klasse erörtern die individuelle Lernentwicklung und regeln die sich daraus ergebenden Arbeitsschritte. Die dokumentierte individuelle Lernentwicklung ist auch Grundlage der Information und Beratung der Erziehungsberechtigten über die schulische Entwicklung ihrer Kinder.

Fördermaßnahmen sind dabei grundsätzlich immer prozessorientiert. Ihre Ergebnisse und ihre Fortschreibungen bestimmen die Auswahl von Lernangeboten sowie die Planung und Durchführung von differenzierendem und individualisierendem Unterricht.