Sicherheitskonzept

                       Gewaltausübung und ihre Folgen

Gesetzliche Grundlagen

Die Verantwortung der Schule gegenüber ihren Schülerinnen und Schülern umfasst auch den Schutz vor Gewalt und die Gewährleistung von größtmöglicher Sicherheit.

Rahmen und Bezugspunkte eines schuleigenen Sicherheitskonzeptes gem. Erlass MK v. 01.06.2016 sind die Schulordnung der Andreasschule und der ihr zugeordnete, vom Kollegium der Schule ausgearbeitete Maßnahmenkatalog, der für bestimmte Verstöße und Regelverletzungen die Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten in der Schule festlegt, der Erlass "Zusammenarbeit zwischen Schule, Polizei und Staatsanwaltschaft" v. 30.09.2003, der § 61 des Nieders. Schulgesetzes "Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen", sowie natürlich das deutsche Strafgesetzbuch (StGB).

 

Beschluss der Schule

Das Kollegium und die Gesamtkonferenz sind sich grundsätzlich einig, dass nur ein abgestimmtes und einheitliches Verhalten des Kollegiums, geprägt von einer Mentalität des "Hinsehens" und "sich verantwortlich Fühlens", gewaltpräventiv wirken kann.

Es gibt einen uneingeschränkten Konsens bei allen Lehrkräften der Schule, dass jede Gewalttat - ob gegen Personen oder Sachen -  in angemessener Form geahndet werden und entsprechende Folgen haben muss. Die Schülerinnen und Schüler sind über alle Möglichkeiten informiert, wie sie sich der Schule - auch anonym -

gegenüber mitteilen bzw. anvertrauen können, wenn sie Opfer einer Gewalttat zu werden drohen oder bereits geworden sind.

Auch die Erziehungsberechtigten sind aufgefordert sich vertrauensvoll an die Schule zu wenden, wenn ihnen Fälle von Gewaltanwendung bekannt werden.

 

Ansprechpartner

Als Ansprechpartner stehen hierfür Klassenlehrkräfte, Aufsicht führende Lehrkräfte, die Schulleitung, die von Schülern und Schülerinnen gewählte Vertrauenslehrkraft, die Beratungslehrerin Frau Rater als Mediatorin zur Verfügung. Eltern, Schülerinnen und Schüler können sich über die Schulleitung auch an den Kontaktbeamten der Verdener Polizei werden.

 

Maßnahmen

Welche Maßnahmen von der Schule ergriffen werden, ist auf Grund der gegebenen Einzelfallproblematik zu entscheiden.

Bei kleineren Delikten, die nicht vom Strafgesetzbuch erfasst sind, können Erziehungsmittel durch Klassen- oder Fachlehrer bzw. Ordnungsmaßnahmen nach § 61 NSchG von der Schulleitung oder der Klassenkonferenz angewendet werden. Bei Bedarf stehen auch die beiden Mediatorinnen zur Aufarbeitung von Konflikten, zur Streitschlichtung bzw. zu Fragen des Täter - Opfer - Ausgleichs zur Verfügung.

Die Schulleitung informiert unverzüglich die Polizei, wenn sie Kenntnis von einer Straftat an unserer Schule oder in unmittelbarem Zusammenhang mit unserem Schulbetrieb erhalten hat, die gegen oder durch ihre Schüler oder Schülerinnen begangen worden ist oder bevorsteht.

Dazu gehören insbesondere Straftaten gegen das Leben, Sexualdelikte (z.B. Vergewaltigung oder sexueller Missbrauch), Raubdelikte, wie das sogenannte "Abziehen von Sachen" und gefährliche Körperverletzungen. Weiterhin gehören gemeinschaftlich oder wiederholt begangene Delikte dazu, sowie besonders schwere Fälle von Bedrohung, Beleidigung (z.B. Sexualbeleidigung), Sachbeschädigung, Nötigung und Erpressung, politisch motivierte Straftaten, Verstöße gegen das Waffengesetz, Einbruchdiebstahl, gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr sowie der Besitz, der Handel oder die sonstige Weitergabe von Betäubungsmitteln.

 

 

                                     Gewaltprävention

Vorbemerkung                

Damit es aber gar nicht erst zu einer Gewaltanwendung kommt, z.B. durch einen eskalierenden Streit oder einen länger schwelenden Konflikt, haben wir in den letzten Jahren verstärkt Einzelmaßnahmen zur Gewaltprävention eingerichtet, wenn eine Bearbeitung der Themen Gewalt, Diskriminierung und Toleranz im Rahmen des Unterrichts allein nicht mehr ausreicht, um Gewalt zu verhindern.

Leider hat in den letzten Jahren insgesamt die Gewaltbereitschaft gerade bei jungen Menschen zugenommen. Die Frustrationstoleranz ist geringer geworden, die Hemmschwelle gesunken. Über die Ursachen kann man streiten - gleichwohl ist und bleibt es ein gesamtgesellschaftliches Phänomen.

 

Beratungslehrerin

Die Andreasschule hat eine Beratungslehrerin (Frau Rater), die mit 3 Wochenstunden zur Verfügung steht. Zu ihren Aufgaben gehören Einzelfallberatungen für die drei Personengruppen Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie Eltern und Erziehungsberechtigte. Neben der Beratung bei Lern- und Leistungsfragen geht es um die Beratung bei Problemen im emotional-sozialen Bereich. Oft führt ein Vorfall erlebter Gewalt im schulischen Kontext bei dem Opfer zur Inanspruchnahme von Beratung. In manchen Fällen suchen sich auch Täter bzw. potentielle Täter Hilfe. Die Aufarbeitung einer Gewalterfahrung hat nicht selten für zukünftiges Verhalten präventiven Charakter. Die Beratung erfolgt freiwillig und erfolgt nach dem Prinzip "Hilfe zur Selbsthilfe". Der schulischen Beratungstätigkeit liegt die Vorstellung zugrunde, dass jede und jeder Ratsuchende die Lösung für einen Konflikt im Prinzip in sich trägt. Aufgabe ist es, durch eine entsprechende Gesprächsführung dem Ratsuchenden zu helfen, seine Konfliktlösungsstrategien zu erkennen und umzusetzen.

 

Mediation und Streitschlichtung

Unsere Schule verfügt mit Frau Niebuhr und Frau Rater über zwei ausgebildete Mediatorinnen. Die Ausbildung erfolgte als "Paarmediation". Ausgehend von dem Gedanken, dass sich in der Mediation zumindest zwei Streitparteien gegenübersitzen, erfolgt die Streitschlichtung als Zweiermediation nach bestimmten Ablaufregeln.

 

 

Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

---   Präventionsprojekt der Stadt Verden (Gewalt- und Gesundheitsprävention)

---   Nachmittagsbetreuung durch den "Tintenklecks"

---   2. Chance (Einrichtung des Landkreises bei Schulverweigerung)

---   Ordnungsamt der Stadt Verden (Schulabsentismus)

---   Lokales Bündnis für Familie - Unterstützung durch Unternehmen, Vereinen, Verbänden, Kommunen etc.

---   Erziehungsberatungsstelle

---   Beratungsstelle gegen sexuellen Missbrauch

---   ASD (Allgemeiner Sozialdienst / Jugendhilfe

---   Suchtberatungsstelle

---   Polizeidienststelle / Staatsanwaltschaft

                                                                                                               Weitere Beratungsstellen finden Sie hier...
                                                               
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