Konzept zum Umgang mit Schulverweigerung             

                                   und  Schulschwänzen



Alle Schulen des Landkreises Verden und der Fachdienst Jugend und Soziale Dienste handeln verabredungsgemäß mit Beginn des Schuljahres 2006/07 nach dem im Reader „STOPP“ vereinbarten Verfahren. Ansprechpartner und Regiestelle im FD 51 (PACE) sind Herr Ellerbrock und Herr Köther-Szczepanski (Tel.: 04231/15717 od. 15716).

Dieser Maßnahmenkatalog soll den Schulen Sicherheit im Umgang mit den Problemen der Schulverweigerung und des Schulschwänzens geben und wird zunächst zur Erprobung und Überprüfung zur Anwendung kommen.

 

Der Maßnahmenkatalog ist bewusst vorrangig nicht als ein Sanktionsmechanismus zu verstehen sondern vielmehr als ein unterstützender pädagogischer.

 

Ziel ist vor allem die Stärkung der Eigenverantwortung der Schüler.

 

Maßnahmenkatalog

 

v      Anwesenheitskontrolle
 - regelmäßig zu Stundenbeginn
 - in allen Lerngruppen

v      Unterrichtsversäumnisse schriftlich festhalten
 - Sicherstellung eines verabredeten Rückmeldesystems zwischen Fach- und
   Klassenlehrkraft

v       Klassenlehrkräfte haben Unterrichtsversäumnissen sofort nachzugehen,
  - spätestens nach dem 3. unentschuldigten Fehltag sind die Erziehungs-
    berechtigten telefonisch / schriftlich zu informieren und um eine Stellung-
    nahme zu bitten.

v      Gespräch mit der Schülerin / dem Schüler führen.
 Dabei
  - Gründe für die Abwesenheit ermitteln
  - Haltung zum Schulschwänzen erfragen
  - Einstellung zu Schule und Unterricht ermitteln
  - Beziehungsebene zu Mitschülern / Lehrkräften klären
 - Ggf. Nacharbeiten versäumter Unterrichtsstunden / Auferlegung sozialer
   Dienste

v      Bei wiederholtem Fehlen soll ein Analysegespräch möglichst zwischen allen Beteiligten geführt   

       werden. Dazu gehören im Regelfall:
  - Betroffene Schüler und Erziehungsberechtigte
  - Klassen-, ggf. Fach- und Beratungslehrkraft
  - ggf. zuständiger Mitarbeiter des Fachdienstes (PACE)

v     Offizielle Einbeziehung des FD Jugend und Soziale Dienste
  - in die Analyse
  - Sondierung des häuslichen Umfeldes
  - ggf. an dieser Stelle Einbeziehung des Schulpsychologischen Dienstes

v     Sollten trotz all dieser Bemühungen weitere unentschuldigte Schulversäumnisse fortbestehen, ist die Ordnungswidrigkeitenanzeige nach vorheriger Androhung zu beantragen.

v     Ggf. Einberufung einer Helferkonferenz
Vorstellbar ist bei einer Entwicklung eines Hilfekonzeptes die Erweiterung des Personenkreises, ggf. um Dezernenten der LSchB, des Gesundheitsamtes, des Arbeitsamtes ….

 In besonders „hartnäckigen“ und der Schule hinreichend bekannten Einzelfällen kann abweichend von der vorgesehenen Schrittabfolge ggf. auch zu einem früheren Zeitpunkt eine Ordnungswidrigkeitenanzeige erfolgen.