Konzept der Andreasschule

                                        Beschlossen in der Gesamtkonferenz vom 12.12.2006

 

„Funktion“ (Sinn und Zweck) von Hausaufgaben

 

  • HA sollen die Fähigkeit und das Interesse zu selbstständiger Auseinandersetzung mit den Unterrichts-gegenständen fördern.
  • HA sollen die SchülerInnen anregen, sich mit dem im Unterricht Gelernten weiterhin zu beschäftigen.
  • HA dienen der Ergänzung des Unterrichts und unterstützen den Lernprozess durch Übung, Anwendung und Sicherung im Unterricht erworbener Kenntnisse, Fertigkeiten und fachspezifischer Techniken.
  • HA erziehen zu Pflichterfüllung, richtiger Zeiteinteilung und Verantwortung.
  • HA liefern Schülern und Lehrkräften wichtige Informationen über den Leistungsstand.
  • Vorbereitende HA schaffen ggf. notwendige Voraussetzungen für die Behandlung eines bestimmten Unterrichtsstoffes.

 

 Aufgaben der Lehrkraft in Verbindung mit den Hausaufgaben

 

  • Die Lehrkraft plant, stellt und würdigt in angemessener Form  die Hausaufgaben (überprüft und sieht die Hefte durch).
  • Die Lehrkraft sieht für die Vorbereitung und Besprechung der HA einen hinreichenden Zeitraum vor.
  • Die Lehrkraft berücksichtigt soweit wie möglich die individuellen Arbeitsmöglichkeiten der SchülerInnen (z. B. Belastbarkeit, Alter, Arbeitstempo sowie die häuslichen Verhältnisse).
  • Die Lehrkraft macht von den Möglichkeiten der Differenzierung gebrauch (so können HA nach Umfang, Schwierigkeitsgrad, Methode oder unter dem Gesichtspunkt der Arbeitsteilung differenziert gestellt werden).
  • Die Lehrkraft erteilt die HA so,  dass die SchülerInnen sie ohne fremde Hilfe anfertigen können (HA müssen eindeutig erklärt bzw. formuliert sowie Lösungswege erörtert und aufgezeigt werden / HA müssen aus dem Unterricht erwachsen).
  • Die Lehrkraft vermittelt ggf. Techniken zur Erledigung der HA bzw. erörtert notwendige Voraussetzungen für die Anfertigung von HA (wie z. B. Fragen der Zeiteinteilung oder die Einrichtung des Arbeitsplatzes).
  • Die Lehrkräfte besprechen die HA-Praxis regelmäßig mit den Klassenelternschaften und treffen notwendige Absprachen mit ihnen (z. B. über die Einhaltung der im Erlass angegebenen Richtzeiten).
  • Die Lehrkräfte einer Klasse haben sich hinsichtlich der HA-Praxis untereinander abzusprechen, um z. B. den Umfang der HA in dem vorgegebenen zeitlichen Rahmen zu halten.

 

Aufgaben der Eltern und Erziehungsberechtigten in Verbindung mit den HA

(Erörterung in Gesamtkonferenzen und auf Klassenelternabenden bzw. an Sprechtagen)

 

  • Die Eltern sorgen im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten für zweckmäßige Arbeitsbedingungen (möglichst eigener, gut ausgestatteter Arbeitsplatz, Ruhe beim Arbeiten …) und eine gewissenhafte Erledigung der HA (z. B. durch tägliche Kontrolle).
  • Nur in Ausnahmefällen sollen die Eltern bei der Erledigung von HA Hilfestellung geben (keine Hilfs-lehrerfunktion / keine Lösungen vorgeben).
  • Die Eltern halten Absprachen mit den Lehrkräften ein, geben Rückmeldung insbes. z. B. dann, wenn ihre Kinder bei den Hausaufgaben ständig überlastet, über- oder unterfordert sind und fordern ggf. die Behandlung der HA-Thematik auf Gesamtkonferenzen, Elternabenden bzw. bei Klassenkonferenzen ein.

 

 Möglichkeiten einer qualitativ verbesserten HA-Praxis

 

Die Lehrkräfte sollen sich bemühen, HA produktiver zu gestalten. Dies kann geschehen, wenn es gelingt, zwischen dem Lerngegenstand und den individuellen Motiven der SchülerInnen eine Beziehung herzustellen.

 

  • Weniger mechanisches Üben, statt dessen Aufgabenstellungen, die das Interesse und die Aktivitäten der SchülerInnen ansprechen (z. B. Beobachten und Berichten von aktuellen Ereignissen des täglichen Lebens, Befragen, Experimentieren, Sammeln, Entwerfen, Theater spielen, Anhören einer Rundfunk- oder Fernsehsendung, Pflegen von Pflanzen und Tieren …).
  • Berücksichtigung unterschiedlicher Motivlagen (wie z. B. das Bedürfnis nach Selbstdarstellung, sozialer Geltung, Eigenverantwortlichkeit für Lernprozesse).
  • HA auf der Grundlage von Schulbuch und Heft sollten ergänzt werden durch Nutzung anderer Medien (z. B. Zeitungen, Werbeprospekte, Modelle aus Pappe/Papier, audiovisuelle Medien …).