Hinweise für Eltern

Vorbemerkung

Der Schulwechsel zu uns ist manchmal nicht ganz einfach, weil die Schülerinnen und Schüler ihre gewohnte Schulumgebung verlieren. Auch für Sie als Eltern ist dies ein bedeutsamer und vielleicht schwieriger Schritt. Wenn man bei den Schülerinnen und Schülern aber schon in der Eingewöhnungszeit merkt, dass sie „auftauen“, ihr Lächeln wiedergewinnen, Traurigkeit nach andauerndem und belastendem Misserfolg langsam schwindet und sie sich auch im Verhalten positiv verändern, dann können wir uns alle freuen.

Die Kinder stellen plötzlich fest, dass sie doch etwas können und nicht mehr zu denen gehören, die immer schlechte Beurteilungen bekommen. Das macht Mut und baut wieder Zutrauen in das eigene Können auf, ein Gefühl, das vielleicht verloren gegangen und doch so wichtig für das eigene Leben ist. Manchmal ist eben der Umweg der kürzeste, vielleicht sogar der einzige Weg zum Ziel. Bitte unterstützen Sie Ihre Kinder darin, bitte sehen Sie das Positive im Schulwechsel und zeigen es auch Ihren Kindern, selbst wenn es Ihnen schwer fällt. Angst vor dem neuen Schulstart sorgt dafür, dass der „Auftauprozess“ länger als nötig dauert. Unterstützung und Mut machen, positiv in die Zukunft blicken, das hilft den Kindern am meisten.

1. Was unsere Schüler in die Schule mitbringen sollen

Damit die Schüler erfolgreich in der Schule mitarbeiten können, ist es erforderlich, dass die notwendigen Unterrichtsmaterialien vollständig vorhanden sind. Sorgen Sie, liebe Eltern, bitte mit dafür, dass das Unterrichtsmaterial in der Schultasche Ihrer Kinder ist. So sollten z. B. Füller, Bleistift, Anspitzer, Radiergummi, Lineal, Buntstifte, Schere, Kleber, Hefte, Mappen und Bücher gemäß Stundenplan bzw. Ankündigung des Klassen- oder Fachlehrers vorhanden sein. ( Siehe auch Tipps für Eltern! )
Achten Sie bitte mit darauf, dass weitestgehend umweltfreundliche Materialien benutzt werden.
Beachten Sie auch die regelmäßigen Hinweise und Informationen im Zusammenhang mit der „Lernmittelausleihe“.
Verwenden Sie möglichst Umschläge für die ausgeliehenen Bücher, damit eine lange Nutzbarkeit gewährleistet ist und eine vorzeitige Abnutzung vermieden wird.

Zum Sportunterricht
Das Unterrichtsfach Sport erfreut sich im Allgemeinen bei unserer Schülerschaft einer großen Beliebtheit. Unterstützen Sie dies bitte, indem Sie für eine angemessene Sportkleidung sorgen (Turnhose, Turnhemd, Sportschuhe). In der Sporthalle dürfen nur Schuhe mit heller Sohle getragen werden.
Es wird empfohlen nach dem Sportunterricht das Hemd zu wechseln. Bei kühler Witterung empfiehlt sich ggf. ein Trainingsanzug.
Ob nach dem Sportunterricht geduscht werden soll, ist in jeder Klasse im Einzelfall mit den Sportlehrkräften abzusprechen.

Zum Schwimmen
Zum Schwimmen bringen alle Kinder eine Badehose bzw. einen Badeanzug und ein sauberes Handtuch mit. Nach dem Unterricht empfiehlt es sich, die Haare zu föhnen. Im Winterhalbjahr ist an eine warme Kopfbedeckung zu denken.

2. Befreiung vom Sportunterricht

Der den Sportunterricht erteilende Lehrer kann einem Schüler im begründeten Einzelfall bis zur Dauer eines Monats von der Teilnahme am Sportunterricht befreien. Die von der Teilnahme befreiten Schüler sind aber zur Anwesenheit im Sportunterricht verpflichtet. Die über einen Monat hinausgehende Befreiung spricht der Schulleiter auf schriftlich begründetem Antrag der Erziehungsberechtigten aus. Die Sportlehrkräfte und der Schulleiter können jederzeit auch die Beibringung eines ärztlichen Attestes auf Kosten der Erziehungsberechtigten verlangen.

3. Krankheitsfall

Was ist zu tun, wenn Ihr Kind krank wird?
Informieren Sie bitte möglichst umgehend die Schule, wenn Ihr Kind aus gesundheitlichen Gründen nicht am Unterricht teilnehmen kann. Sie haben die Möglichkeit einer telefonischen oder schriftlichen Benachrichtigung. Spätestens am dritten Fehltag sollte die Entschuldigung bei der Klassenlehrkraft eintreffen.
Nach Beendigung des Fehlens wird um eine kurze schriftliche Entschuldigung über die Dauer des Fernbleibens vom Unterricht gebeten. Um Ihnen eine solche Mitteilung zu erleichtern, haben wir ein Formulierungsbeispiel für Sie abgedruckt (siehe Punkt 9.).

Ansteckende Krankheiten sind der Schule umgehend mitzuteilen. Ihr Kind darf die Schule erst wieder besuchen, wenn durch ein ärztliches Attest nachgewiesen wurde, dass keine ansteckungsfähige oder übertragbare Krankheit mehr vorliegt. Bei Lausbefall ist kein Attest mehr nötig. Allerdings darf Ihr Kind die Schule erst wieder besuchen, wenn Sie glaubhaft nachgewiesen haben, dass der Lausbefall erfolgreich behandelt wurde.
 

4. Befreiung vom Unterricht

Wenn Sie Ihr Kind aus zwingenden Gründen vom Unterricht befreien wollen, stellen Sie bitte rechtzeitig einen schriftlichen Antrag.
Zu beachten ist hierbei, dass Ihre Kinder unmittelbar vor und nach den Ferien nur in Ausnahmefällen (Härtefall) zu beurlauben sind. Bei der Entscheidung sind strenge Maßstäbe anzulegen.
Bitte bedenken Sie auch, dass durch die Unterrichtsversäumnisse für Ihr Kind Nachteile entstehen können, die Sie verantworten müssen.
Schülerinnen und Schülern, die nicht einer evangelischen Kirche oder der katholischen Kirche angehören, ist auf Antrag der Erziehungsberechtigten für Feiertage ihrer Religionsgemeinschaft lt. Erlass des MK Unterrichtsbefreiung zu erteilen. Im Zweifelsfall kann von der Schule ein Nachweis über den betreffenden Feiertag von der Religionsgemeinschaft gefordert werden.

5. Unterrichtsausfall wegen extremer Witterungsverhältnisse

Durch extreme Witterungsverhältnisse kann es vorkommen, dass der Unterricht ausfällt. Sturm, Schneeverwehungen, Hochwasser usw. verhindern die Schülerbeförderung oder stellen eine Gefahr auf dem Schulweg dar. Für unsere Kinder wäre das eine unzumutbare Gefährdung.
Die Entscheidung, ob dann der Unterricht ausfällt, trifft für unsere Schulform die Landesschulbehörde. Diese Behörde sorgt dafür, dass die Entscheidung so früh wie möglich über den Rundfunk veröffentlicht wird.
Außerdem haben Sie als Erziehungsberechtigte auch dann das Recht, Ihr Kind zu Hause zu behalten oder früher aus der Schule abzuholen, wenn Sie eine unzumutbare Gefährdung auf dem Schulweg durch extreme Witterungsverhältnisse befürchten. Dies gilt auch darüber hinaus für einen Tag, wenn für diesen Tag kein Unterrichtsausfall angeordnet wurde.
Für einzelne oder alle Klassen des Primarbereichs (Kl. 1 – 4) und des Sekundarbereichs (Kl. 5 – 10) kann Hitzefrei gegeben werden, wenn der Unterricht durch hohe Temperaturen in den Schulräumen erheblich beeinträchtigt wird und andere Formen der Unterrichtsgestaltung nicht sinnvoll erscheinen. Für den Primarbereich gilt dies nur, wenn vorherige Absprachen mit den Erziehungsberechtigten stattgefunden haben. Hierüber entscheidet die Schulleitung nach Anhörung des Personalrates und der Schülervertretung sowie nach Rücksprache mit der jeweiligen Klassenlehrkraft.
Bei Lehrkräften sind Unterrichtsstunden, die wegen Hitzefrei nicht erteilt wurden, als Minusstunden zu berücksichtigen und später nachzuholen.

6. Waffenerlass

Den Schülerinnen und Schülern ist untersagt, Waffen im Sinne des Bundes-Waffengesetzes mit in die Schule oder zu Schulveranstaltungen zu bringen. Dazu gehören im Wesentlichen die im Waffengesetz als verboten bezeichneten Gegenstände, insbesondere Spring- oder Fallmesser, Stahlruten, Totschläger, Schlagringe usw., ferner Schusswaffen (einschließlich Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen) und gleichgestellte Waffen (z. B. Gassprühgeräte) sowie Hieb- und Stoßwaffen. Dieses Verbot gilt auch für volljährige Schüler, die entweder im Besitz einer Erlaubnis zum Führen von Waffen sind (z. B. Jagdschein) oder erlaubnisfreie Waffen erwerben dürfen.
Ebenfalls verboten ist das Mitbringen von Munition jeder Art, von Feuerwerkskörpern, von Schwarzpulvern und von Chemikalien, die geeignet sind, für explosive Verbindungen verwendet zu werden.
Ein Verstoß gegen das Verbot des Mitbringens von Waffen usw. hat für Ihr Kind Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen zur Folge.
                                                                      

7. Zum Umgang mit Gewalt

Alle an der Andreasschule tätigen Menschen sind bestrebt, körperliche oder verbale Gewalt gegen Personen oder Sachen gar nicht erst aufkommen zu lassen oder sie zumindest frühzeitig zu unterbinden.

Dennoch wird „Gewalt“ trotz aller Bemühungen nicht immer zu verhindern sein, teilweise werden ausgeübte Gewalttaten der Schule nicht immer bekannt sein.

Daher möchten wir Schülerinnen und Schüler sowie die Eltern und Erziehungsberechtigten ausdrücklich auffordern, sich vertrauensvoll an die Schule zu wenden, besonders dann, wenn Fälle bekannt werden, von denen wir in der Schule bisher noch nichts erfahren haben.

Grundsätzlich möchten wir die Eltern und Erziehungsberechtigten ermuntern, in der Verhütung von Gewalt vertrauensvoll mit der Schule zusammen zu arbeiten und uns in dem Bemühen, vorbeugend gegen Gewalt vorzugehen, nach Kräften zu unterstützen.

Es ist uns schon sehr wichtig, dass Schule und Elternhaus an einem Strang ziehen und in dieser Frage nicht gegeneinander arbeiten.

In der Schule gibt es eine Reihe von Ansprechpartnern und Ansprechpartnerinnen an die Sie sich oder unsere Schüler und Schülerinnen in diesem Zusammenhang wenden können.

•    Klassenlehrkräfte / Pausenaufsicht
•    Beratungslehrkraft (Frau Rater)
•    SV-Beratungslehrkraft (Frau Röhrs-Schmidt)
•    Mediatorinnen (Streitschlichter) (Frau Rater und Frau Schiller)
•    Schulleitung (Herr Pietsch oder Frau Barié)

8. Hinweise über Ersatzleistungen des Kommunalen Schadensausgleichs Hannover für Sachschäden der Schülerinnen und Schüler

Fahrräder sind in das Sachschadenschutzsystem einbezogen, wenn eine Fahrradbenutzungserlaubnis der zuständigen Stelle (Schulträger oder Schule) vorliegt. Voraussetzung dazu ist wiederum eine Mindestentfernung von 1 km zwischen Elternhaus und Schule.

Versicherungsschutz besteht ferner für verkehrssichere Zubehörteile, die als Anbauteile fest mit dem Fahrrad verbunden sind. Hierbei sowie bei Fahrraddiebstahl sind Hausratversicherer zunächst einmal grundsätzlich vorleistungspflichtig.
Bei Fahrraddiebstahl gelten außerdem weitere Bedingungen für Versicherungsleistungen, die in der Schule zu erfragen sind (z. B. Sicherung mit einer Sperrvorrichtung).
Die Kinder sollten grundsätzlich in den ersten Jahren des Schulbesuchs nicht mit dem Fahrrad allein zur Schule fahren. Es empfiehlt sich im Einzelfall die Abstimmung mit dem Klassenlehrer oder der Klassenlehrerin.
Im Zusammenhang mit dem Schulbesuch besteht Deckungsschutz für das Abhandenkommen und die Beschädigung von Kleidungsstücken, Fahrrädern (s. o.) und zum Schulbesuch bestimmte Sachen, soweit der Schaden nicht auf grobe Fahrlässigkeit der/des Geschädigten zurückzuführen ist.
Ein Anspruch auf Leistungen besteht nicht, wenn und soweit auf Grund einer gesetzlichen oder freiwilligen Versicherung oder aus einem anderen Rechtsgrund von dritter Seite eine Entschädigung verlangt werden kann.
Schülerinnen und Schüler, die etwas gefunden oder verloren haben, wenden sich bitte an den Hausmeister, Herrn Berlitz.
Damit jeder seine Sachen wieder erkennen kann, sollen alle Materialien, Schulbücher, Kleidungsstücke usw. deutlich gekennzeichnet und nach Möglichkeit mit dem Namen versehen sein. Es ist besser, wenn Wertsachen und Schmuckstücke nicht in die Schule mitgebracht werden. Für das Abhandenkommen von Geldbeträgen wird kein Ausgleich gewährt.