Aufnahme in unsere Schule

                          Zur Frage des sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs


Die Andreasschule ist eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen. Unsere Schule wird von Kindern besucht, bei denen ein sonderpädagogischer Unterstützungsbedarf festgestellt wurde. Sie sind über einen unbestimmten Zeitraum auf besondere und umfassende schulische Hilfe angewiesen und  ihre Erziehungsberechtigten wählen:

  • Das Kind kann an den anderen allgemein bildenden Schulen seinen Möglichkeiten, Fähigkeiten und Begabungen entsprechend gefördert werden, d.h. in der Primarstufe stehen pro Grundschulklasse zwei Wochenstunden durch Förderschullehrkräfte zur Verfügung. Im Sekundarbereich I stehen für ein einzelnes Kind 3 Wochenstunden Förderung durch Förderschullehrkräfte zur Verfügung.
  • Das Kind besucht die Andreasschule Förderschule Lernen und hat in Klassen Unterricht wie in anderen Schulen auch, aber durchgehend durch Förderschullehrkräfte erteilt. Die Klassenstärken sind deutlich geringer und es wird individuller auf die Lernausgangslage des Kindes eingegangen.
Unsere Schüler haben mehr oder weniger stark ausgeprägte Probleme in verschiedensten Lernbereichen, wie im Spiel- und Sozialverhalten, in der Konzentration, in der Ausdauer und Motivation sowie in den Bereichen der Wahrnehmung, Sprache und Motorik (Bewegung). Näheres hier...

Bestehen Anhaltspunkte dafür, dass bei einer Schülerin oder einem Schüler oder bei einem Kind, das zum Schulbesuch angemeldet ist, ein Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung besteht oder dass sich ein festgestellter Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung geändert hat, so veranlasst die Schulleiterin oder der Schulleiter, dass eine Lehrkraft der Schule und eine Förderschullehrerin oder ein Förderschullehrer an einer öffentlichen Schule ein Fördergutachten erstellen. Anhaltspunkte können sich insbesondere aus der schulischen Entwicklung, aus vorschulischen und außerschulischen Berichten und aus Angaben der Erziehungsberechtigten ergeben. Wird ein Fördergutachten veranlasst, so sind die Erziehungsberechtigten darüber unverzüglich schriftlich zu unterrichten.

Die Schulleiterin oder der Schulleiter setzt eine Förderkomission ein, die aus
1.  der Schulleiterin oder dem Schulleiter oder einer von ihr oder ihm beauftragten Lehrkraft als vorsitzendem         Mitglied,
2.  den Lehrkräften, die das Fördergutachten erstellt haben, und
3.  den Erziehungsberechtigten
besteht. Das vorsitzende Mitglied kann weitere Mitglieder berufen. Die Erziehungsberechtigten können sich vertreten lassen oder eine Person ihres Vertrauens hinzuziehen. Persönliche Angelegenheiten der Erziehungsberechtigten und des Kindes sind vertraulich zu behandeln.
Die Förderkommission empfiehlt der Landesschulbehörde, ob ein Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung oder die Änderung eines festgestellten Bedarfs an sonderpädagogischer Unterstützung festgestellt werden sollte.
Das Fördergutachten dient der Förderkommission als Arbeitsgrundlage. Die Förderkommission kann weitere Unterlagen hinzuziehen und Auskünfte einholen.
Kommt die Förderkommission nicht zu einer einstimmigen Empfehlung, so teilt das vorsitzende Mitglied die unterschiedlichen Auffassungen der Landesschulbehörde mit.
Aufwendungen. die den Erziehungsberechtigten durch die Mitwirkung in der Förderkommission entstehen, werden nicht erstattet.
Die Feststellung eines Bedarfs an sonderpädagogischer Unterstützung oder der Änderung eines Bedarfs an sonderpädagogischer Unterstützung trifft die Landesschulbehörde. Bei ihrer Entscheidung berücksichtigt sie insbesondere das Fördergutachten und die Empfehlung der Förderkommission.

Sonderpädagogische Fördermaßnahmen in Förderschulen sind in regelmäßigen Abständen daraufhin zu überprüfen, ob sie weiterhin notwendig und ob sie weiterhin zwingend an der Förderschule durchzuführen sind.
Sonderpädagogische Förderung bezieht alle Schulstufen und Schularten ein und umfasst eine Vielfalt von Förderformen und Förderorten. Das ausführliche Förderkonzept finden Sie unter dem Menüpunkt "Konzepte".
An unserer Schule besteht nach dem erfolgreichen Abschluss der Förderschule auf Antrag die Möglichkeit, durch ein zusätzliches freiwilliges 10. Schuljahr den Hauptschulabschluss zu erwerben.

Zur Andreasschule Verden gehören organisatorisch 2 Sprachheilklassen (Jahrgang 1 und 2). Dort werden in der Regel für insgesamt zwei Jahre Schülerinnen und Schüler mit massiven Sprachstörungen nach den Rahmenrichtlinien der Grundschule unterrichtet. Da diese Schülerinnen und Schüler besondere sprachheilpädagogische Hilfen benötigen, werden die Unterrichtsinhalte in besonderer Weise aufbereitet und  vermittelt.