Kooperationen mit Grundschulen


Am Beginn jeder Kooperation steht ein Vertrag, der sich auf § 25 NSG, 1996 bezieht. Er wird zwischen der jeweiligen Grundschule und der Andreasschule ausgehandelt und von beiden Gesamtkonferenzen beschlossen.

 

Ziele der Zusammenarbeit

Prävention – Unterstützung - Erfahrungsaustausch

  • Lernbeeinträchtigungen und –schwächen bei Schülerinnen und Schülern und deren Ursachen sollen frühzeitig erkannt werden.

  • Schülerinnen und Schüler, die wegen einer Lernbeeinträchtigung einer besonderen Förderung bedürfen, sollen durch sonderpädagogische Lehrkräfte eine sachgerechte und individuell angemessene Förderung erhalten.
  • Dementsprechend soll eine Beschulung ermöglicht werden, die dem jeweiligen Förderbedarf des Kindes entspricht.
  • Darüber hinaus soll durch die Kooperation der Erfahrungsaustausch zwischen den Kolleginnen und Kollegen der beiden Schulen erweitert werden.

 

Inhalte der Zusammenarbeit

Diagnostik – Beratung - Förderung

Vorrangig im Eingangsbereich sollen die folgenden Aufgaben wahrgenommen werden. Der jeweilige Einsatz der Förderschullehrerin / des Förderschullehrers erfolgt in Absprache mit ihr / ihm durch die Schulleitung der Grundschule.

 

          Diagnose und Beratung

  • Ermittlung der Problemlage und gegebenenfalls des individuellen Förderbedarfs durch Beobachtungen und informelle Testverfahren

  • Entwicklung von Vorschlägen bezüglich Fördermaterialien und Fördermaßnahmen sowie Vorschläge für die Inanspruchnahme von außerschulischen Hilfsstellen

  • Durchführung von bzw. Teilnahme an gemeinsamen Elterngesprächen, Kontaktherstellung zu außerschulischen Hilfsstellen (Jugendamt, psychologische Beratungsstelle etc.) oder speziellen schulischen Förderstellen (Fachberater, Mobile Dienste etc.)  

    Förderung

  • Planen und Beschreiben der notwendigen Fördermaßnahmen

  • Durchführung von Fördermaßnahmen im Rahmen innerer und äußerer Differenzierung  z.B.:

-         gemeinsamer Unterricht mit der Grundschullehrkraft

-         Einzel- und Kleingruppenunterricht

-         Wahrnehmungsförderung / psychomotorische Förderung

 

Sprachsonderunterricht

Beantragter Sprachsonderunterricht sollte bei Bedarf erteilt werden, wenn die hierfür erforderlichen Förderschullehrerstunden seitens der Andreasschule zur Verfügung gestellt werden können.

 

Schwerpunkte der Zusammenarbeit

Sie bestehen in der Beratung bei Lernschwierigkeiten, zuweilen auch bei Verhaltensauffälligkeiten von Grundschülern/-innen. Das beinhaltet neben der Elternberatung von Fall zu Fall das Hinzuziehen außerschulischer Institutionen wie Beratungsstellen,  den schulpsychologischen Dienst, therapeutischer Praxen, Jugendamt und Einrichtungen der Erziehungshilfe.

 

Alle Maßnahmen der Zusammenarbeit werden individuell sehr unterschiedlich gestaltet, was von der Aufgabenstellung, vom Anspruch und der Erwartungshaltung der kooperierenden Kollegen/-innen und vom praktizierten pädagogischen Konzept, aber auch von den medialen und räumlichen Möglichkeiten abhängig ist.

 

Tätigkeitsfelder einer Kooperationslehrkraft

 

  • Im Klassenverband lernschwache Schüler/-innen unterstützen

  • Einzel- und Gruppenförderung konzipieren, selbst durchführen, die Klassenlehrkraft einbeziehen

  • Gespräche mit GS-Klassenlehrkräften, Fachlehrkräften, der Schulleitung, um Informationen auszutauschen, Rat zu geben bzw. Entscheidungen herbeizuführen

  • bei Bedarf an Klassenkonferenzen, Dienstbesprechungen oder an einer Gesamtkonferenz teilnehmen

  • an Teamgesprächen sowohl in der Andreasschule als auch in den Grundschulen beratend teilnehmen

  • Gespräche mit GS-Kindern und Eltern führen und Vertrauen schaffen

  • im Unterricht hospitieren, Verhaltensbeobachtungen erstellen

     

  • Schulleistungen abfragen

  • Wahrnehmungs- und sonstige Defizite erkennen und eingrenzen

  • Anamnese durchführen und diagnostische Konzepte erstellen

  • Fördermaterialien zusammenstellen

  • Berichte anfertigen

  • den ständigen Austausch mit den GS-Lehrkräften pflegen

  • in Ausnahmefällen Vertretungsunterricht für kurze Zeit übernehmen (kommt sehr selten vor)

 

 

Wichtige Voraussetzungen für eine gut und effektiv gestaltete Kooperation sind unseres Erachtens:

 


1.   Die Kommunikation zwischen der Grundschule und der Förderschule sollte so einfühlsam und so optimal wie möglich gestaltet werden. Partnerschaftliches Arbeiten muss gewollt sein. Erwartungshaltungen müssen offen und klar ausgetauscht, die unterschiedliche Bewertung von Auffälligkeiten muss diskutiert werden. Die Bereithaltung von genügend Zeit ist förderlich, aber oftmals sehr schwierig.

2.      Wünschenswert sind Teamgespräche aller Kooperationslehrkräfte.

3.   Die Bereitstellung der nötigen / erforderlichen Kooperationsstunden ist je nach vorhandener Lehrerstundenzahl ein schulinternes Problem.

 

Zeitraum

Die vereinbarte Zusammenarbeit zwischen der betreffenden Grundschule und der Andreasschule verlängert sich jeweils um ein weiteres Schuljahr, wenn nicht die Gesamtkonferenz der beteiligten Schulen einen anders lautenden Beschluss fasst.

Die Anzahl der zur Verfügung stehenden Förderschullehrerstunden richtet sich nach der Unterrichtsversorgung der ASV zu Beginn des jeweiligen Schuljahres und resultiert aus den Vorgaben des Niedersächsischen Kultusministeriums.