Unsere Chronik

Zur Entstehungsgeschichte der Andreasschule hier die wichtigsten Fakten in verkürzter Form:

Erstmalig wurde Ostern 1913 an der Nicolaischule in der Zollstraße 12 eine Hilfsschulklasse mit 25 Schülern eingerichtet. Als der Klassenlehrer, Herr Hilfsschullehrer Peters, 1917 zum Kriegsdienst einberufen wurde, musste die Klasse bis zu seiner Rückkehr im Januar 1919 geschlossen werden. 1921 wurde mit Herrn Scharf ein weiterer Lehrer eingestellt und eine zweite Klasse eingerichtet.

                                         

                                                          Gebäude in der Zollstraße 12,  damals wie heute: Nicolaischule

1922 zogen diese beiden Lehrer mit  40 Schülern in das Gebäude der Berufsschule in der Südstr. 15 um. 1923 verstarb Herr Peters. Ab Ostern 1924 leitete Herr Scharf die Hilfsschule.1925 wurde Herr Bradt ein-gestellt. Die beiden Lehrer mussten 43 Schüler in 3 Klassenverbänden unterrichten. Erst 1928 wurde eine 3. Stelle mit Herrn Oelfke besetzt.

                           

                                     Gebäude in der Südstraße 15, damals Berufsschule - heute Kreismusikschule 

1939 erfolgte die Verlegung der Hilfsschule in das Gebäude der aufgelösten katholischen Volksschule am Andreaswall 17. Bis 1944 wuchs die Schülerzahl auf 63 Kinder an. 1945 übernahm Herr Rosig die Schule und stand allein da, denn Herr Scharf ging in den Ruhestand, Herr Oelfke in Gefangenschaft, Herr Bradt nach Hildesheim. So musste er bis 1947 allein 81 Schüler in 3 Klassenverbänden unterrichten!

1948 kehrte Herr Oelfke aus Gefangenschaft zurück, Herr Großmann war eingestellt worden und man hatte inzwischen 107 Schüler in 5 Klassenverbänden zu versorgen. 1950 kamen 2 abgeordnete Lehrkräfte mit 3 Wochenstunden Handarbeitsunterricht und 2 Wochenstunden Mädchensport dazu. Herr Rosig wurde zum Hilfsschulhauptlehrer durch Schulrat Lührßen ernannt.

                           

             Am Andreaswall 17, erstes "eigenes" Gebäude der  Andreasschule - heute katholisches Gemeindehaus St. Josef

1950 besichtigte die Schulkommission des Stadtrates die Hilfsschule. Sie zeigte sich beeindruckt vom Leistungsbild der Schule und von den erreichten Lernzielen, die für den späteren beruflichen Weg der Schüler als sehr gute Grundlagen angesehen wurden. Da die Bezeichnung "Hilfsschule" zu entmutigenden Wirkungen auf die Schüler und zu falschen Rückschlüssen über die Leistungsfähigkeit der Schule in der Bevölkerung führte, stellten die Eltern einen Antrag auf Namensänderung. Der Name Andreasschule wurde vermutlich des-wegen gewählt, weil das Gebäude am Andreaswall lag.

1954 verstarb Herr Rosig, Herr Bradt kehrte nach Verden zurück und wurde 1955 neuer Schulleiter. Die Schule umfasste 111 Schüler in 7 Klassenverbänden. 1956 wurde die 4. Lehrerstelle mit Herrn Cornelsen besetzt. 1958 wurden erstmals 3 Schüler aus Schulen des Landkreises aufgenommen, in den Folgejahren erhöhte sich diese Zahl ständig. Man litt unter beengten räumlichen Verhältnissen, in der benachbarten Pesta-lozzischule wurde ein weiterer Raum zur Verfügung gestellt. Es erfolgte eine allgemeine Umbenennung der "Hilfsschulen" in "Sonderschulen". 1962 übernahm Herr Cornelsen die Leitung als Sonderschulrektor. Erstmalig wurde mit Genehmigung der 6. Planstelle die Einstellung eines Sonderschulkonrektors möglich.

1964 erfolgte der Umzug in das Gebäude der ehemaligen Realschule in der Schleppenföhrer Straße. Das Gebäude war renoviert und mit einem Anbau versehen worden. So erhielt die Schule erstmals neben 12 Klassenräumen 1 Werkraum, 1 Lehrküche, 1 Gymnastikraum und einen Mehrzweckraum. Am 01.08.1974 übernahm der Landkreis Verden die Andreasschule als Schulträger. 1978 wurde er auch Eigentümer des Gebäudes.

                        

        Schleppenföhrer Straße 12, zweites eigenes Gebäude der Andreasschule - heute Außenstelle des Gymnasiums am Wall

Im Schuljahr 1980/81 umfasste die Schule 230 Schüler in 14 Klassenbildungen und 20 Lehrkräfte, 1982/83 waren es 194 Schüler in 13 Klassen und 17 Lehrkräfte. 1982 trat Herr Cornelsen in den Ruhestand, sein Nachfolger wurde Herr Schulze, der vorher die Kreissonderschule Achim geleitet hatte.

In den nächsten Jahren wurde klar, dass eine zeitgemäße Beschulung in dem veralteten Gebäude an der Schleppenföhrer Straße auf Dauer nicht gewährleistet werden konnte. Die "Turnhalle" war eigentlich nur ein Gymnastikraum (s.o. Bild: Anbau Hochparterre), im Werkraum wurde es im Winter nie über 15-16 Grad warm und auf den Toiletten gab es noch eine zentrale Wasserspülung, die alle 30 Minuten einmal für alle Becken automatisch ausgelöst wurde, unabhängig davon, ob gerade jemand auf der Toilette war...   

Schulleitung und Schulträger begaben sich zunächst auf die Suche nach  einem alternativen Gebäude. Viele Varianten wurden geprüft, aber wieder verworfen, weil u.a. eine Umgestaltung eines bestehenden Gebäudes für die Zwecke der Andreasschule eine exakte finanzielle Kalkulation nicht zuließ. So beschloss der Kreistag eine neue Schule zu bauen.

Nach den Sommerferien 1988 konnte dann endlich das neue Gebäude an der Jahnstraße 6 bezogen werden. Die offizielle Einweihung erfolgte am 15.12.1988.

               

                                                               Jahnstraße 6, das erste neue eigene Gebäude - ein Quantensprung !

Am 09.07.1990 ging der Schulleiter Herr Schulze in den Ruhestand und übergab die Leitung an Herrn Müller. Die neue Jahnsporthalle wurde am 17.09.1991 eingweiht. Zum 31.01.1994 wurde Herr Müller auf eigenen Wunsch versetzt. Sein Wohnort Ganderkesee war auf Dauer doch zu weit von Verden entfernt. 

Vom 01.02.1994 bis 31.01.1996 wurde die Schule kommissarisch von der Konrektorin Frau Barié geleitet. 1994  ging die langjährige Schulsekretärin Frau Wübbolt in den Ruhestand und wurde im November 1994 von Frau Jesse abgelöst.

Am 01.02.1996 wurde Herr Dettling neuer Schulleiter. Da die Schule wieder einmal "aus allen Nähten platzte", musste angebaut werden. Der neue Anbau wurde am 25.09.1997 eingeweiht. Herr Dettling verließ die Schule am 31.07.2002, um neue Herausforderungen in der Schulaufsicht zu suchen. Wieder musste Frau Barié, wie schon zwischendurch (15.02.-06.06.2001), die Andreasschule kommissarisch leiten.

Am  01.08.2003 wurde Herr Pietsch neuer Schulleiter. Zum 01.02.2013 ging Frau Barié als Konrektorin in den Ruhestand. Ihr Nachfolger wurde Herr Stenzel.